Weil ich müde bin
Weil ich müde bin, sitze ich da und schreibe nicht
Den Gedichtvergleich auf dies Papier.
Der kalte Wind zieht mir ins Gesicht.
Weihnachten ruft laut. Doch nicht nach mir.
Weil ich müde bin, ist der Kerzen glühen,
Der Orangen Duft vergebliches bemühen,
Der Spieluhren Weihnachtsmelodie
Nur geschmückte Ironie.
Weil ich müde bin, flücht ich mich ins Dunkel.
Aus kleinen Augen schaue ich mein Tablet an
Nur grelles Licht und störendes Gefunkel,
Dem ich nicht folgen, nicht entgehen kann.
Hier unterm Dach sitz ich bei Beamerflimmern;
Mein Bett im Herzen, Entspannung im Gemüt.
Dezember singt mir sein graues Lied.
„Weil ich müde bin“ flüstert es im Zimmer.
„Weil ich müde bin“ rufen Kopf und Gelenke,
Verrosteter Körper ohne Lebenselixier.
Und wenn ich endlich nicht mehr an Ferien denke,
Die Menschen um mich rum reden nur von dir.
Weil ich müde bin, blättre ich in Heften
Doch zu Verständnis fehlt es mir an Kräften.
Die Sonne ist dem Sommer nachgereist.
Weil ich müde bin, ist mein Kopf vereist
Josefine, Sophia, Lea (J1 entstanden im Dezember 2025)
