Wie läuft eigentlich eine Gerichtsverhandlung ab? Was passiert, wenn man bei einem Diebstahl erwischt wird?
Genau diese Fragen und noch viele weitere führten die 8. Klassen am 10.2, 11.2 und am 13.2.26 unter der Leitung von der Polizistin Frau Wielandt, die auf dem Posten Neuenbürg tätig ist, sowie von dem Richter Herrn Fahl, der seinen Beruf in Bruchsal ausübt, durch das Projekt „Rechtstaat macht Schule“.
Gleich zu Beginn der Veranstaltung erklärte Frau Wielandt den Schüler/-innen die verschiedenen Arten der Polizei: darunter zum Beispiel die Verkehrspolizei und die Pferde-und Hundestaffel. Anschließend konnten einzelne Schüler/-innen sogar eine komplette Schutzkleidung anprobieren, bestehend aus einer Schutzweste mit eingebauten Platten, einem Hals- und Schulterschutz sowie einem Helm.
Danach besprach die Klasse in Kleingruppen Fälle aus der Praxis. Wenn ein Diebstahl vorliegt, wird zuerst die Polizei zur Zeugenvernehmung eingeschaltet, bei noch nicht volljährigen Tätern werden die Eltern benachrichtigt, der Täter wird auf ein Polizeirevier gefahren und anschließend in Begleitung der Erziehungsberichtigten verhört.
Nachdem dieser Teil des Projekts abgeschlossen worden war, erklärte Herr Fahl uns die Gewaltenteilung und den Unterschied zwischen einem Rechtsstaat und der Demokratie. Nun trat auch der spannendste Teil des Projekts ein: Das Nachspielen einer Gerichtsverhandlung. Hierbei konnten die Rollen der zwei Richter, eines Staatsanwalts, zwei Verteidigern, zwei Zeugen, den Tätern, der Jugendgerichtshilfe und eines Protokollführers unter den Schüler/-innen aufgeteilt werden. Herr Fahl spielte den Berufsrichter und Frau Wielandt die Polizei. In der Gerichtsverhandlung ging es um einen Vorfall an einer Schule, bei welchem zwei ältere Jungen auf einen jüngeren Jungen losgegangen sind und diesem seine Kopfhörer entnommen haben. Somit sollten die Zeugen den Richtern die Geschehnisse schildern und die Verteidiger konnten die Unschuld der Täter beweisen.
Das Projekt war eine spannende Erfahrung für die Schüler/-innen und hat diesen auch einen Einblick in die Berufe Polizei und Richter ermöglicht.
Um dieses Projekt zu ergänzen, fuhren die 8. Klassen Anfang März an das Gericht in Pforzheim, um bei einer Gerichtsverhandlung zuzuschauen. In der Verhandlung ging es um einen Einbruch in eine WG, bei welchem Gegenstände abhandengekommen sind. Da mehrere Zeugen nicht anwesend waren, konnte leider kein Urteil gefasst werden. Die Verhandlung mit Urteil musste vertagt werden.
Es war eine sehr spannende Erfahrung, da die Schüler/-innen die eigenen Beobachtungen und Auffälligkeiten untereinander auszutauschen. Außerdem war es großartig, die Berufe, wie Richter Staatsanwalt und Verteidiger, in Aktion zu sehen.
Großer Dank geht somit an Frau Wielandt und Herrn Fahl, die dieses Projekt geleitet haben.
von Schulreporterin Klara Hofsäß, 8a
