Exkursion zum Konzentrationslager Natzweiler-Struthof
Erschreckend lang ziehen sich die Hügelgräber, qualvoll groß erscheint der gesamte Komplex des KZ Natzweiler-Struthof, als wir nach einer reichlich langen Busfahrt unser Ziel erblicken.
Das Arbeitslager wurde am 1. Mai 1941 im Zuge des NaMonalsozialismus auf Befehl von Heinrich Himmler eröffnet. Die DeporMerten mussten zunächst Bergbau betreiben, leicht bekleidet und mit unzureichender Nahrungsversorgung, bauten sie der dort reichlich vorkommende ,,rosa Granit“ ab, das unter Anderem für die Bauten des NS-Architekten Albert Speers verwendet wurde. Mit Änderungen im Kriegsverlauf wandelten sich auch die FunkMon der StäTe, so diente in etwa der Steinbruch ab 1943 auch zur Reparatur beschädigter Flugzeugmotoren. GleichzeiMg entwickelte sich das KZ zu einem Ort, an dem man unliebsame westliche Widerstandsgruppen unauffällig beseiMgen konnte, man nannte sie die Nacht- und Nebel-HäYlinge. Aber auch DeporMerte aus dem Osten sowie alliierte ParMsanen ließen hier ihr Leben. Später wurde das ehemalige Gasthaus Struthof zu einer kleinen Gaskammer umfunkMoniert, wo grausame Menschenexperimente durchgeführt wurden. Des Weiteren wurden im Rahmen der ,,Ahnenerbforschung“ zahlreiche Tötungen durchgeführt. Angesichts der in Frankreich anrückenden Alliierten, wurde schließlich die Entscheidung getroffen, das KZ zu räumen, im September 1944 wurden der Großteil der HäYlinge ins KZ Dachau abtransporMert.
Heutzutage ist das KZ Struthof-Natzweiler eine GedenkstäTe, mit dem Ziel ihre Besucher zu informieren, aber vor Allem soll sie als ,,Mausoleum für die vielen tausend unbekannten Toten“ dienen, die im Krematorium verbrannt und damit um ein würdiges Begräbnis gebracht worden sind.
Am 12.02.2025 besuchten wir, alle Geschichtskurse der Jg2, die im Elsass ansässige GedenkstäTe des KZs Natzweiler Struthof. In kleinen Lerngruppen, mit uns gegebenen Auf- und Infomaterialien, machten wir ein Rundgang durch die Anlage, auf der unter Anderem ein Krematorium, Gefängnis, , Aschegrube, sowie das ehemalige Gasthaus ,,Le Struthof“ mit gegenüberliegender Gaskammer untergebracht ist. Für besonders erschüTernd empfanden wir den Galgenstrick in der MiTe des KZs, der wie eine Mahnung über den Köpfen der InhaYierten baumelte. Aber auch der Verbrennungsofen zeigte uns eindrücklich die menschenverachtenden Gräueltaten der NS-Verbrecher auf. Später besuchten wir das dort ansässige Museum inklusive Kartoffelkeller, das InformaMonen rund um die Geschichte des KZ`s sowie Gegenstände aus der Vergangenheit enthielt. Außerdem ausgestellt waren Kunstwerke von überlebten Zeitzeugen, Gedichte und Gemälde.
Der Exkursion würden,nach einer abschließenden AbsMmmung,die Mehrheit von uns auch weiterführend empfehlen, allerdings erst in der Kursstufe, da die Eindrücke einen psychisch doch belasten können. Trotzdem ist es, auch aus aktuellem poliMschen Anlass, wichMg sich mit solch einer ThemaMk zu befassen. Außerdem konnte uns die Exkursion die Geschichte und Verbrechen der NS-Vergangenheit greifarer näher bringen als ein reines Damit-Befassen im Unterricht. Es schah zudem einen persönlicheren Bezug zu den Opfern, wird ihnen besser gerecht und bleibt damit besser im Gedächtnis.
von Toni Schmidt, JG2
