Sicherheit im Straßenverkehr
Ende April und Anfang Mai fand in den sechsten Klassen ein Verkehrstraining statt. Durchgeführt wurde es von den Verkehrsmentorinnen und Verkehrsmentoren unter der Leitung von Frau Schneider-Kustos.
In jeweils zwei Schulstunden wechselten sich praktische und theoretische Inhalte ab, wobei die praktischen draußen stattfanden. Zunächst wurden eigene Erfahrungen im Straßenverkehr wie zum Beispiel gefährliche Situationen und die genutzten Verkehrsmittel ausgetauscht. Das Fahrrad landete als Transportmittel auf Platz 1.
Was ist der Anhalteweg und was beeinflusst ihn? Das war eine der Leitfragen während der Stunde. Der Anhalteweg ist der Reaktionsweg plus Bremsweg.
Ausgehend von Situationen, in denen ein Auto bremsen muss, wurden verschiedene Bremsweglängen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten geschätzt. Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler draußen ausprobieren, wie lange der eigene Bremsweg im Sprint ist.Faktoren, die den Bremsweg beeinflussen, z.B. die Fahrbahnbeschaffenheit, Nässe oder der Zustand der Schuhe bzw. Reifen, wurden fleißig gesammelt.
Wenn man den Ort, an dem man bremsen sollte, vorher nicht wusste, kam der Reaktionsweg hinzu. Der Anhalteweg wurde dabei wesentlich länger, auch das durften alle praktisch erfahren.
Nicht zuletzt spielt das Reiz-Reaktions-Schema eine wichtige Rolle. Ein Reiz, beispielsweise ein Kind, das auf die Straße läuft, wird durch die Sinnesorgane wahrgenommen. Diese Information wird an das Gehirn weitergeleitet. Dort wird die Information verarbeitet und koordiniert, was bestimmte Körperteile tun müssen, um die Gefahr abzuwenden. Bevor dann die Reaktion, also das Bremsen, erfolgt, fährt das Auto mit voller Geschwindigkeit weiter. Welche verheerende Rolle dabei Ablenkungen spielen, durften alle beim sogenannten Lineal-Experiment erproben. Ein fallendes Lineal musste gefangen werden, einmal mit voller Konzentration und zum Vergleichunter Ablenkung. Auch hier machten alle begeistert mit.
Wie und wo sitzt man sicher im Auto? Das war die letzte Frage, die besprochen wurde.
Insgesamt war es eine sehr interessante und lehrreiche Einheit, die das Team der Verkehrserziehung den sechsten Klassen anschaulich nähergebracht hat.
Mateo Hernández Pfrommer, 7a
