Am Dienstag, den 21. April, wurde unser Sportunterricht zu einem besonderen Erlebnis, denn zwei französische Tänzer, Hosni und Jamal, besuchten unsere Schule und führten mit uns ein Hip-Hop-Projekt durch. Zunächst übernahm Hosni die Leitung. Wir Mädchen lernten bei ihm eine komplette Choreografie zu Musik, und er war sichtlich beeindruckt davon, wie schnell und sauber wir die Schritte umsetzen konnten. Die Mischung aus Rhythmus, Konzentration und Teamarbeit hat uns sofort motiviert.
In der zweiten Hälfte führte Jamal das Projekt weiter. Mit ihm ging es vor allem darum, Bewegungen auszuprobieren, aufeinander zu reagieren und unsere Synchronisation als Gruppe zu testen. Wir klatschten gemeinsam, probierten verschiedene Bewegungsabläufe aus und liefen anschließend durch die Halle, während wir alles nachahmten, was Jamal vormachte. Dabei lief natürlich Musik, was die Stimmung noch lockerer machte. Danach bekam jede von uns die Möglichkeit, eine kurze Improvisation zu zeigen, die die anderen sofort nachtanzen mussten. Das war nicht nur lustig, sondern auch überraschend kreativ, weil jede ihren eigenen Stil einbrachte.
Im Anschluss wurden wir in Gruppen von vier bis fünf Personen eingeteilt. Jede Person erhielt eine Nummer und musste nacheinander eine neue Position einnehmen – fast wie ein lebendiges Kunstwerk im Museum. Wichtig war dabei, den Körperkontakt nicht zu verlieren, was die Übung besonders spannend machte und viel Vertrauen erforderte. Danach folgte eine ähnliche Aufgabe: Jede Gruppe durfte drei eigene Positionen vorbereiten und später präsentieren. Am Ende wurde wieder eine Nummer aufgerufen, und die ausgewählte Person musste etwas vortanzen und das Ende des Tanzes bestimmen. Dabei war es egal, ob eine Pose geamcht wird oder Teile der Choreografie getanzt wurde, die wir zuvor mit Hosni gelernt hatten. Die anderen mussten sofort reagieren und mitmachen.
Der gesamte Projekttag war für uns ein echtes Highlight. Wir haben nicht nur getanzt, sondern auch gelernt, spontaner zu sein, mutiger aufzutreten, im Team zu funktionieren und aufeinander zu achten. Vor allem aber hatten wir unglaublich viel Spaß. Es war ein Sportunterricht, der uns lange in Erinnerung bleiben wird.
von Schulreporterin Nisa Karaca
