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Klasse 5 und 6

Andacht und Bastelaktion zur 1.+2 Stunde in den Klassenzimmern (Teilnahme freiwillig)
3./4. Stunde Klassenlehr*innenerstunde

 

Klasse 7-12

3./4. Stunde Klassenlehrer*innen-/ Tutoren*innenstunde
In diesem Jahr ist am letzten Schultag (außer in der großen Pause der Klassen 5+6) kein Verzehr von Speisen und Getränken vorgesehen.
Deswegen findet auch kein Bäckereiverkauf statt.

 

Unterrichtsende für alle Klassen nach der 4. Stunde (11:10)

Testungen sind in der letzten Schulwoche am Montag und am Dienstag vorgesehen.

Stand: 20.12.2021, 21:06.

Schulgottesdienst mal anders

Einen Vorteil hat die Corona-Pandemie: Man ist immer wieder gefordert, fantasievoll nach Ersatzlösungen für das Vertraute und Althergebrachte zu suchen und dabei entstehen manchmal interessante Ideen. So ging es uns dieses Jahr mit dem Thema „Weihnachtsgottesdienst“. 

Die vertraute Form, bei der alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, die sich einladen lassen, am letzten Schultag vor den Ferien in der ersten Stunde in der Aula sitzen und gemeinsam Gottesdienst feiern, mit Band, mit Gesang, mit Anspiel und Aktionen, das war schon letztes Jahr nicht möglich und auch in diesem Jahr dürfen wir die Klassen nicht in dieser Weise mischen.

Was also tun? Eine Vielfalt von Ideen ist entstanden und nun gibt es gleich drei verschiedene Formate: Die 5. und 6. Klassen feiern getrennt nacheinander einen Gottesdienst zum Thema Stern(e) in der Aula. Dabei wird ein großer Sternenhimmel entstehen. Für alle anderen gibt es die Möglichkeit, in ihrer letzten Religionsstunde eine Andacht zu feiern.

Dabei kann man sich entweder mit den wahren 3G oder 2G (oder sogar 2Gplus ;-) von Weihnachten beschäftigen oder an einer Briefschreibeaktion teilnehmen, bei der Briefe an die Bewohner/innen des Altenpflegeheimes geschrieben werden.

(von Petra Tinkl für die Fachschaft Religion)

Briefaktion Weihnachten

Hier ist schon ein sehr schöner Brief entstanden.

Ein Angebot der Schulsozialarbeit an den Remchinger Schulen

Die Netflix-Serie Squid Game ist seit diesem Herbst in allerMunde und auch auf den Schulhöfen der Remchinger Schulen angekommen. Wir Schulsozialarbeiterinnen werden, wie bestimmt auch Sie als Eltern mit dem neuen Trend und denAuswirkungen auf unsere Kinder konfrontiert.

Schnell stellen sich die Fragen: was ist der „richtige“ Umgang damit, worum geht es in der Serie, welche Gefahren können dadurch für unsere Kinder und Jugendliche entstehen, ist mein Kind überhaupt betroffen?

Die Haltung, dass wir Erwachsene schlafende Hunde wecken, wenn wir uns mit unseren Kindern mit diesem Thema beschäftigen, müssen wir leider entgegensetzen: „die Serie ist bereits bei den meisten Kindern und Jugendlichen angekommen. Auch wenn sie die Serie nicht direkt bei Netflixanschauen, so werden die Kinder durch Szenen aus dieser Serie aber auch durch das Aufgreifen von Inhalten aus der Serie in anderen Sozialen Netzwerken und im Kontakt mit anderen Kindern konfrontiert.

Um einen Einblick in die Thematik zu bekommen und Antworten auf Ihre Fragen zu erhalten, können wir Ihnen den Digitalen Elternabend von Clemens Beisel, Medienexperte und Referent für Social Media empfehlen. Er führt hierbei ein Videointerview mit Diplom-Psychologen Stephan Pitten und beide tauschen sich über oben genannte Punkte und beschäftigen sich mit dem Phänomen Squid Game. Die Zugangsdaten zu dem Digitalen Elternabend wurden über die Schulen verteilt. Sollten Sie keinen Elternbrief erhalten haben, können Sie gerne bei uns Schulsozialarbeiterinnen nachfragen. Wir Schulsozialarbeiterinnen sind an allen RemchingerSchulen vertreten.

https://www.gym-remchingen.de/7e2dbd2f-0e05-4bf8-a3d2-3212d0437edf" alt="" />Sigrun Pohnke Schulsozialarbeiterin

"Grundlagen der Geldpolitik" - ein Vortrag für die JG 2

Was sind die Aufgaben der EZB? Was ist eigentlich Inflation? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schüler der JG2 des LK Wirtschaft anhand eines Vortrags des Bundesbankmitarbeiters Herrn Norman Stollhof. Er befasste sich in seinem Präsenz-Vortrag am 15.11.2021 mit dem Thema „Grundlagen der Geldpolitik“ und konnte den Schülern so einen praxisnahen Einblick in die Finanzpolitik geben. Zuvor wurde das Thema schon ausführlich im Unterricht besprochen, sodass man diesem komplexen Thema gut folgen konnte.

Seinen Vortrag begann Normann Stollhof mit den Worten von Ex-EZB Chef Mario Draghi aus dem Jahr 2012: „Im Rahmen unseres Mandats ist die EZB bereit, alles Notwendige zu tun, um den Euro zu erhalten. Und glauben Sie mir, es wird genug sein.“ Vom ehemaligen EZB-Chef Draghi zu seiner Nachfolgerin Christine Lagarde und dem Chef der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, erzählte Herr Stollhof ein paar „Details aus dem Nähkästchen“.  Dann ging er auf die Aufgaben der verschiedenen Institutionen der europäischen Zentralbank ein wie den EZB-Rat, das oberste Beschlussorgan der EZB. Des Weiteren ging er auf die Entstehung des Gelds ein. Über die Abgrenzung und Messung der Geldmenge gelangte er schließlich zur Thematik der Inflation und Deflation. Die Aufgabe der EZB ist es, die Preisniveaustabilität sicher zu stellen. Stabile Preise werden laut der EZB am besten gewährleistet, wenn die Inflationsrate stabil bei 2% liegt. Dies wird auch als Puffer angesehen, um Deflation zu vermeiden. Mit dieser Inflationsrate könnten sowohl Verbraucher als auch Produzenten gut leben. Dabei spielt auch die Höhe des sogenannten Leitzinses, der regelt, für welchen Zinssatz die normalen Geschäftsbanken bei den Notenbanken Geld leihen können, eine große Rolle. Hier wird von der EZB weiterhin auf einen Leitzins von 0,0% gesetzt, trotz der Tatsache, dass die Inflationsrate z.Z. im Euroraum steigt und in Deutschland schon auf über 5% geklettert ist. 

So konnten wir zu unserem bereits aus dem Unterricht mitgebrachten Wissen weitere interessante Eindrücke gewinnen und nahmen auch viel neues Wissen für die kommenden Abiturprüfungen mit. Wir erhielten somit auch ein Gespür, aus welchen Gründen die Unabhängigkeit der EZB von großer Bedeutung ist.

(von Mark-Julius Maier, J2)

Informatik-Unterricht erhält großzügige Sachspende von der Atruvia-AG

Informatik ist seit vielen Jahren fester Bestandteil unseres Fächerkanons und der MINT-Zertifizierung. Um den stetigen Veränderungsprozessen gerecht zu werden, legen wir großen Wert darauf, unseren Schülerinnen und Schülern spielerisch einen vielseitigen Einblick zu geben. Neben dem Unterricht in den Klassen 7, 10 (AG), 11 und 12 ermöglicht insbesondere auch die fischertechnik-AG Grundkenntnisse im Umgang mit einem Mikrocontroller. Das Spektrum der Möglichkeiten hat sich nun um einen neuen Baustein erweitert: die Lernmodule der Wissensfabrik im Rahmen des Programms IT2School. Material im Wert von 836 € wurde uns hierfür von der Atruvia AG (ehemals Fiducia) finanziert, dem Karlsruher IT-Dienstleister für Volks- und Raiffeisenbanken. Basis dafür ist eine kürzlich zustande gekommene Kooperationsvereinbarung, in deren Rahmen unsere Schülerinnen und Schüler zu gegebener Zeit auch Einblicke in das Unternehmen erhalten werden. Dies soll auch ein weiterer Beitrag für die Berufsorientierung sein.

Den Kisteninhalt (Bild 1) könnt ihr entdecken, wenn ihr auf die Showtime-Gallery klickt:

In der fischertechnik-AG wurde gleich ein Modul getestet, bei dem die Pfeiltasten der Tastatur (Bild 3) durch vier Gegenstände ersetzt werden: Knetmasse, Brot, Mandarine, Apfel (Bild 2). Durch die unterschiedlichen Potenziale des menschlichen Körpers und der vier mit leitfähigen Komponenten bestückten Aderenden, die wiederum mit dem Mikrocontroller verbunden sind, entsteht ein Stromimpuls, der die gewünschte Tastenfunktion ersetzt. So konnte dieser Schüler aus der fischertechnik-AG ein selbst programmiertes scratch-Spiel allein durch die Bedienung der vier Gegenstände spielen (Bild 4).

(von Harald Menzel)

Remchinger Gymnasiasten gehen in Unterrichtsprojekt Verschwörungstheorien auf den Grund

Passierte die erste Mondlandung etwa nur im Filmstudio, war der Tod von Lady Diana ein Auftragsmord und wird das Corona-Virus durch die neuen 5G-Sendemasten verbreitet, um den Weg für eine neue Weltregierung zu ebnen und dabei das Bargeld abzuschaffen? Der Entstehung von Verschwörungstheorien gehen zurzeit Neuntklässler des Remchinger Gymnasiums im Gemeinschaftskunde-Unterricht auf den Grund. Zusammen mit Referendarin Lena Kühnel hatten sie Gelegenheit, ihre Fragen bei einer Videokonferenz direkt an Michael Butter, Professor für Amerikanistik an der Universität Tübingen, zu stellen, der sich seit Jahren intensiv mit Verschwörungstheorien, ihren Folgen und der richtigen Prävention beschäftigt.

Während der Pandemie gebe es nicht mehr Menschen, die an solche Theorien glauben, verdeutlichte Butter im Interview mit den Schülern. Im Gegenteil, sie seien in Deutschland auf einem „historischen Niedrigstand“: „Aber wir nehmen sie im Moment wieder mehr wahr. Die zu Corona entstandenen Theorien sind nicht wirklich neu, sondern die Pandemie wird als letztes Klötzchen drangebaut.“ Impfen, bargeldloses Bezahlen oder die Abschaffung der Grundrechte hätten schon immer eine Rolle in unterschiedlichen Theorien gespielt: „Jetzt können sich alle auf Corona einigen.“ Denen, die daran glauben, dienten die Theorien als Stabilitätsanker, als Sündenbock oder zur Selbstentlastung: „Wenn es den Klimawandel nicht gibt, kann ich ja täglich von Stuttgart nach Frankfurt fliegen.“ Nicht alle Verschwörungen seien automatisch gefährlich, erklärte Butter. Der Norwegische Bombenanschlag im Jahr 2011, der Anschlag von Halle 2019 oder die Tötung eines Tankwarts in Rheinland-Pfalz nach einem Streit über die Maskenpflicht seien jedoch Beispiele dafür, dass Verschwörungstheorien ein Katalysator für Radikalisierung sein können.

„Auch wenn man gesichertes medizinisches Wissen leugnet, gefährdet man sich und andere“, unterstrich Butter. Auf die Frage der Schüler, wie man jemandem entgegnen sollte, der sich offensichtlich auf einer falschen Fährte befinde, empfehle er vor allem Offenheit: „Auf keinen Fall sollte man etwas ins Lächerliche ziehen, das machst es nur noch schlimmer. Bei überzeugten Verschwörungstheoretikern hat man alleine mit Fakten kaum eine Chance, dann glauben sie eher noch mehr an ihre Theorie. Man kann sie nur rausholen, indem man einen Prozess der Selbstreflexion auslöst. Das funktioniert oft nur bei Freunden oder in der Familie und ist ein langwieriger, anstrengender Prozess.“ Deutlich effektiver als die Nachsorge sei die Vorsorge: eine von vorne herein konsequente Aufklärung über wichtige Themen.

Foto: Zachmann

Ihre Fragen zu Verschwörungstheorien stellten Neuntklässler des Gymnasiums Remchingen mit Referendarin Lena Kühnel bei einer Videokonferenz dem Tübinger Universitätsprofessor Michael Butter.

Präventionsmaßnahme der Schulsozialarbeit am Gymnasium Remchingen

Die Corona-Pandemie hat bei vielen Schülerinnen und Schülern Spuren hinterlassen. Vor allem in den Bereichen Bildung, soziale Interaktion,sozioemotionale Entwicklung, körperliche Aktivität sowie psychisches Wohlbefinden ist dies deutlich zu spüren.

Durch Lockdown und Kontaktbeschränkungen ist weniger sozialer Austausch möglich, sodass die Umgangsformen und das soziale Miteinander nicht mehr so eingeübt sind wie in der Zeit davor.

Im Gymnasium rückt deswegen das (Wieder-) Erlernen sozial-emotionaler Fertigkeiten stärker in den Fokus. Schnell zeigte sich, dass es lohnenswert ist, Zeit in die Reaktivierung der Klassengemeinschaft zu investieren. Gemeinsam mit den KlassenlehrerInnen und der Schulsozialarbeiterin Sigrun Pohnke nahmen alle Klassen der Stufe 5 bis 8 an einem, dem jeweiligen Bedarf angepassten Sozialtraining an einem Vormittag teil. Das soziale Miteinander und der Zusammenhalt der Klasse wurden gestärkt. Themen, wie störungsfreies Lernen, sich gegenseitig (wieder) kennen lernen und das Akzeptieren der Grenzen von anderen standen im Mittelpunkt. Auch Banales, wie den anderen zuzuhören, sich zu konzentrieren galt es neu einzuüben. Doch auch gemeinsam zu lachen und miteinander spielen war wichtig und kam nicht zu kurz. 

„Können wir sowas nicht öfters machen?“ war das Feedback von vielen Schülerinnen und Schülern. Diese Frage können wir mit einem klaren „ja“ beantworten. Erarbeitete Themen und Klassenregeln werden in der Klassenlehrerstunde und in weiteren Sozialtrainings wiederholt, reflektiert, gefestigt und weiterentwickelt.

Vielen Dank an die Schulleiterin Frau Brenner, die den Bedarf erkannte und sich tatkräftig für die Umsezung einsetzte. Dank auch an die Lehrerinnen und Lehrer die bereit waren die Herausforderung anzunehmen, die knappe Zeit des Fachunterrichts zur Verfügung zu stellen und den Spagat zwischen allen an sie herangetragenen Wünsche, Anforderungen und neuen Aufgaben zu meistern. Es ist deutlich spürbar, dass es allen wichtig ist, die Schülerinnen und Schüler gut im Blick zu haben; und sich somit neben der Wissensvermittlung und der Förderung fachlicher Kompetenzen auch die Zeit für die Bildung einer guten Klassengemeinschaft und die persönlichen Belange der Kinder und Jugendlichen zu nehmen.

(von Sigrun Pohnke, Schulsozialarbeiterin)

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Am Freitag, den 15.10.21 kamen zu uns die Ausbildungs- und Studienbotschafter. Eine komplette Doppelstunde konnten wir, 11 und 12 Klasse, uns über Ausbildungs- und Studienplätze informieren.
Im ersten Teil haben sich die Ausbildungs- und Studienbotschafter in einer kurzen Einleitung vorgestellt. In einer PowerPoint Präsentation haben wir verschiede Information, Hinweise und Anregungen bekommen, was unsere Berufswahl betrifft. Auch die Möglichkeit eines „Gap Year“, also ein Jahr in dem man zum Beispiel ein FSJ (=Freiwilliges Soziales Jahr) machen kann, wurde uns vorgestellt. Aber auch finanzielle Fragen in der Ausbildung und im Studium wurden angesprochen.
Im zweiten Teil haben die Ausbildungs- und Studienbotschafter in verschieden Räumen ihren Lebenslauf und ihr Weg zum Beruf erzählt und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatten. Dabei konnten wir Fragen stellen und uns noch weitere Informationen für unser zukünftiges Berufsleben und die freie Zeit nach der Schule sammeln.
Zusammengefasst haben wir einen sehr großen und informativen Einblick in verschiede Themenbereiche rund um die Ausbildung und das Studium; und vielleicht hat manch einer einen neuen Beruf dadurch gefunden...

​​Der Wirtschaftskurs (JS2) erfährt mehr über Fusionskontrolle, Missbrauchsaufsicht und Kartellverfolgung.

Was es mit diesen genau auf sich hat, haben wir in einem virtuellen Rundgang mit Herr Dr. Jonas Severin Frank am 25.10.2021 erfahren dürfen. Er selbst ist Ökonom und arbeitet bereits seit vielen Jahren beim Bundeskartellamt in Bonn. Hier wird er von seinen rund 400 MitarbeiterInnen, bestehend aus Juristen und Ökonomen und dem Präsidenten Andreas Mundt an der Spitze, tatkräftig unterstützt.

Der Gedanke des freien Wettbewerbs wurde zum ersten Mal nach dem 1. Weltkrieg von den Amerikanern nach Deutschland gebracht. Die Idee war und ist bis heute, dass freier Wettbewerb zum einen die allokative Effizienz sichert, also niedrige Preise und eine große Auswahl für den Konsumenten und hohe Qualität der Güter, sowie die dynamische Effizienz, was einfache Markteintritte für jeden ermöglicht und dadurch viel Innovation bietet. Es muss also Wettbewerb geschaffen und geschützt werden, auch wenn dieser unbequem ist.

Demnach wurde 1958 das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen eingeführt, was zur Gründung des Bundeskartellamts in Deutschland führte. Unter dem ersten Präsidenten Dr. Eberhard Günter standen lediglich 53 MitarbeiterInnen in Berlin, bevor die Behörde 1999 nach Bonn umzog. 

Heute bearbeiten sie unter anderem große Verfahren gegen Amazon, Google, Apple und Facebook, mit einem Budget von ca. 40 Mio € im Jahr. 

Diese Verfahren sind häufig sehr langwierig, da den Unternehmen zuerst eine wettbewerbsbeschränkende Stellung nachgewiesen werden muss, der Prozess mit Facebook läuft z.B. schon seit 2016. Um diese Hürde beiseite zu räumen, wurde 2021 die „10. Novelle“ in Kraft gesetzt, in der ein neuer Machtbegriff definiert ist. Dieser soll die Verfahren deutlich vereinfachen, da Unternehmen schneller eine ‚überragende, machtübergreifende Bedeutung‘ zugeschrieben werden kann. Außerdem soll das Bundeskartellamt aktuell gehalten werden, da das Internet und der Handel mit Daten neue Herausforderungen bereithalten. 

Hier wurde 2017 nun auch der Verbraucherschutz als weitere Aufgabe miteingeführt. Allerdings kann das Bundeskartellamt Verstöße nur anprangern, für die Rechtsprechung sind die Gerichte zuständig. In diesem Bereich, wie auch in vielen anderen, hätte die Behörde gerne erweiterte Befugnisse, um ihre Arbeit zu erleichtern. 

Denn auf den Schreibtischen stapeln sich die Akten. Jedes Jahr werden vom Bundeskartellamt unter anderem über 1000 Fusionen kontrolliert. Diese folgen alle dem typischen Entscheidungsweg. Die Fälle werden in ihrer jeweilig zuständigen Beschlussabteilung bearbeitet, die grob nach Wirtschaftssektoren gegliedert sind. Anschließend wird in einem unabhängigen Dreiergremium eine Mehrheitsentscheidung gefällt. Dann muss nur noch der Wirtschaftsminister den Fall absegnen, oder auch eingreifen. Dieser kann nämlich Gemeinwohlgründe miteinbeziehen, wie z.B. viele Arbeitsplätze, die geschaffen werden, während das Bundeskartellamt alleinig beurteilen darf, ob der freie Wettbewerb eingeschränkt wird. Diese deutsche Besonderheit der sogenannten „Ministererlaubnis“ hält Herr Frank allerdings für sinnvoll, zudem diese nur äußerst selten eingesetzt wird.

Im Normalfall werden Verfahren also normal abgeschlossen. Und dann? Bekommt das Bundeskartellamt Recht gesprochen, hat dies meist weitreichende Konsequenzen. Das Auswirkungsprinzip sorgt dafür, dass internationale Unternehmen die Bestimmungen oft weltweit umsetzen, auch wenn die formellen Regelungen lediglich für Deutschland gelten. 

Der Vortag hat uns SchülerInnen einen breiten und weitreichenden Einblick in die vielfältigen Aufgaben des Bundeskartellamts ermöglicht. Wir haben gelernt, dass die Behörde weitaus mehr Einfluss und Aufgabenbereiche hat, als man vielleicht zunächst annimmt. Dr. Jonas Severin Frank konnte unsere Fragen allesamt fachkompetent und souverän beantworten und hat unserem Wirtschaftskurs mit dieser besonderen Gelegenheit eine große Freude bereitet.

(von Jan Baus und Marah Schatz)

Dass eine Fahrradkontrolle auch in Zeiten von Corona regelkonform durchgeführt werden kann, zeigte sich in den vergangenen Wochen am Gymnasium Remchingen.

Erfreulicherweise waren viele Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen fünf und sechs der Einladung der Verkehrsmentorinnen und Verkehrsmentoren gefolgt und haben ihre Fahrräder in ausgewählten Unterrichtsstunden zur Überprüfung vorgestellt.

In Kleingruppen wurde Rad für Rad fachmännisch begutachtet – mit unterschiedlichen Ergebnissen. Einige befanden sich in einem tadellosen, verkehrssicheren Zustand. Häufig bemängelt wurden vor allem verloren gegangene Verschleißteile wie Speichenreflektoren oder Pedalrückstrahler. Einige Klingeln sind zu reparieren, Frontreflektoren und Rückstrahler zu ergänzen. Rascher Handlungsbedarf wurde bei den Rädern angemahnt, bei denen die Beleuchtung fehlte oder Bremsen mangelhaft eingestellt waren.

Interessiert verfolgten die jungen Radfahrer/-innen die Kontrolle und nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen oder von persönlichen Fahrraderlebnissen zu berichten. Hier und da wurde noch schnell ein Fahrradhelm richtig angepasst, bevor am Ende alle die ausgefüllten Checklisten mit nach Hause nehmen durften.

Die älteren Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7-12 hingegen erinnern sich zum Teil noch lebhaft an die vorausgegangenen Schuljahre, in denen die Polizei in Zusammenarbeit mit den Verkehrsmentor/-innen und unter Anwesenheit des Bürgermeisters an einem geheimen Termin die Räder aller Ankommenden unter die Lupe genommen und das ein oder andere Knöllchen verteilt hat. Um Stauungen und Durchmischungen von Klassenstufen zu vermeiden, stand ihnen das Verkehrserziehungsteam in verschiedenen großen Pausen zur freiwilligen Fahrradkontrolle zur Verfügung.

Wir freuen uns, dass viele unserer Schüler/-innen ihren Schulweg mit dem Fahrrad zurücklegen, und hoffen, dass es uns gelungen ist, auf diesem Weg zu ihrer Verkehrssicherheit beizutragen und gleichzeitig den besonderen Umständen Rechnung zu tragen.

Tina Schneider-Kustos

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