Sozialpraktikum der 9. Klassen 2025
Stimmungsbarometer der 9 b zum Sozialpraktikum [Foto: M. Tinkl]
Auch in diesem Jahr führten die 9. Klassen nach den Weihnachtsferien ein einwöchiges freiwilliges Sozialpraktikum durch. Ihm ging eine ausführliche inhaltliche Vorbereitung im Unterricht voraus, die von den Fachschaften Religion und Ethik verantwortet wurde. Während des Praktikums führten die Schüler:innen ein Reflexionsheft und erkundigten sich die Lehrkräfte der Klasse nach ihnen. Im Anschluss gab es eine vierstündige Auswertung in der Schule. Dabei berichteten alle ausführlich ihrer Klasse über das Erlebte, gestalteten Plakate und verfassten Dankschreiben an ihre Einrichtungen.
Herzlichen Dank allen Einrichtungen, die unsere Schüler:innen dieses Jahr aufnehmen konnten:
- Diakoniestation Remchingen
- Tafelladen Singen
- Altenpflegeheim Wilferdingen
- Tagespflege Remchingen
- Mobile Pflege und Pflegewohngemeinschaften Remchingen
- Schule am Winterrain Ispringen
- Gustav-Heinemann-Schule Pforzheim
- Lebenshilfe Pforzheim
- Seniorenzentrum Keltern
- Seniorenhaus Ittersbach
- Ludwig-Guttmann-Schule Karlsbad
- Aloys-Henhöfer-Schule Kleinsteinbach (Förderschule)
- Volkshilfe-Klub Itzling (Salzburg)
- Anna-Bertha-Königsegg-Schule Pforzheim
- SFL Schlossschule Ludwigshafen-Oggersheim (Förderschwerpunkt)
- Tagespflege Stammhaus Frommel Söllingen
Vielen Dank unseren Schüler:innen für ihren Einsatz!
Hockergymnastik im Dialekt [Foto: M. Tinkl]
Hier ein paar beeindruckende Stimmen der Schüler:innen:
„Die Kinder haben teilweise wirklich traurige Geschichten und schon früh traumatische Erfahrungen gemacht, weswegen sie manchmal eben auch Förderbedarf haben, was aber mental echt anstrengend ist. Natürlich ist es gerade dann auch schön, die Kinder positiv prägen zu können, doch mir würde die große Verantwortung auch Respekt einflößen.“
„Jeder Mensch sollte meiner Meinung nach ein solches Praktikum machen. Man stellt sich den Beruf des Sonderpädagogen viel einfacher vor, als er eigentlich ist. Man braucht super viel Geduld als Lehrer/Betreuer. Trotzdem hat es mir sehr viel Spaß gemacht. Alle Kinder und Lehrer waren sehr freundlich und offen.“
„Mir wurde klar, dass Sachen, die für mich selbstverständlich und einfach sind, im Alter oft gar nicht mehr möglich sind. Die Leute haben sich sehr gefreut, mit uns Jugendlichen eine Woche zu verbringen, und haben mir viele Geschichten erzählt, was mich sehr glücklich gemacht hat.
„Am Anfang hatte ich Angst vor dem Altenheim und davor, dass ich Sachen machen muss, die ich nicht möchte, oder auf Situationen stoße, mit denen ich nicht umgehen kann. Im Nachhinein hätte ich gar keine Angst haben müssen, da alle dort total nett sind und es keine schweren Situationen gab.“
„Ich war jeden Tag glücklich, als ich nach Hause kam, weil ich wusste, was ich an dem Tag gemacht habe, hat für jemanden einen Unterschied gemacht. Ich bin gewachsen und selbstbewusster geworden. Immer wieder gerne.“
„Das Sozialpraktikum hat mir geholfen, mein Mindset und meinen Blick auf die Welt zu ändern.“
„Ich habe neue Fähigkeiten an mir entdeckt im Umgang mit älteren Menschen. Das bringt mich auch persönlich weiter, zum Beispiel im Kontakt mit meinen Großeltern. Ich kann durch das Praktikum meine Umgebung besser wahrnehmen und werde häufiger Hilfe anbieten, egal welcher Person.“
„Ich verstehe die älteren Menschen jetzt besser, habe aber auch gemerkt, dass man Menschen Demenz nicht unbedingt ansieht. Die älteren Leute haben sich, als wir Lieder aus ihrer Kindheit und Schulzeit gesungen haben, perfekt an die Texte erinnert und brauchten kein Liederbuch.“
„Die Menschen gehen mit dem Wissen ins Altersheim, dass dies ihre letzte Lebensstation ist, und deswegen wollte ich als Praktikantin ihnen eine schöne Zeit bereiten.“
„Ich finde, wir können den Pflegern echt dankbar sein, da sie für ein schönes restliches Leben für unsere Liebsten sorgen.“
„Ich finde es krass, was diese Kinder für eine Lebensfreude hatten, obwohl sie eingeschränkt waren. Die Schule am Winterrain ist sehr weiterzuempfehlen.“
„Es war eine schöne Erfahrung. Man hat gemerkt, dass sich die meisten Senioren gefreut haben, dass wir Interesse zeigen und dafür auch dankbar waren.“
„Für mich war es eine sehr schöne und einprägsame Erfahrung. Mir wurde nochmal richtig bewusst, wie wertvoll das Leben eigentlich ist und wie gesegnet ich bin, dass ich gesund bin. Danke, dass die Schule so ein Sozial-Praktikum möglich macht.“ 😊
„Ich fand, dass es eine sehr schöne Zeit war. Besonders die Interaktion mit den Schülern hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es war auch sehr schön, dass die Lehrer mich gleich als einen von „ihnen“ angesehen haben und ich gut aufgenommen worden bin.“
„Die Zeit an der Schule war sehr schön und ich habe die Kinder alle ins Herz geschlossen. Zuerst war ich etwas überfordert, was sich aber schon am zweiten Tag geändert hat. Ich könnte mir auch vorstellen, dort länger als nur eine Woche zu sein.“
„Den älteren Menschen war es schon eine Freude, dass sie nicht alleine waren und „Besuch“ von Jüngeren hatten. Andere mit Behinderung hat es gefreut, wenn man mit ihnen gespielt hat und sie etwas normaler behandelt hat.“
Von Michael und Petra Tinkl